MIKROSKOPISCHE ENDODONTIE

 

Endodontie – nur ein Rettungsversuch.

Endodontologie bezeichnet einen Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich mit Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes sowie des periapikalen Gewebes befasst. Das betrifft, einfach gesagt, den „Nerv“ des Zahnes und entzündliche Prozesse, die ein Beschwerdebild verursachen.

Wenn es zu Entzündungen oder anderweitigen Schädigungen der Nerven kommt, zielt unsere Behandlung zunächst darauf ab, die Vitalität des Zahnes zu erhalten.

Ist eine Karies zu tief in den Zahn vorgedrungen oder der Nerv auf andere Weise zu stark beschädigt, kommt es zu einer akuten Entzündungsreaktion, die unweigerlich im kompletten Untergang des Endodontiums mündet. Verwesungsprozesse setzen ein, denen das Immunsystem nicht ohne Hilfe widerstehen kann.
Bei diesen Verwesungsprozessen entstehen Mercaptane und Thioether, organische Intermediärprodukte, die lokal toxisch wirken und langfristig immunologische Entzündungsreaktionen triggern.
Selbst mit hochaufwendigen Aufbereitungsmethoden gelingt es nicht, organisches Gewebe und Mikroorganismen zu 100 % aus dem Wurzelkanalsystem des Zahnes zu entfernen.
Die dort residierenden Bakterien bedingen somit zwangsläufig weiterhin die Entstehung von Schwefelwasserstoffverbindungen wie Mercaptane und Thioetherverbindungen wie Dimethylsulfide und Diethylsulfide.

Die Toxizität dieser Produkte ist seit mehr als 30 Jahren wissenschaftlich belegt.
Mithilfe einer einfachen Laboruntersuchung des Bluts lässt sich testen, ob zum aktuellen Zeitpunkt eine Immunreaktion gegen diese Substanzen stattfindet.

Wissenschaftliche Studien belegen die Spezifität dieser sog. Effektorzelltypisierung (Jacobi_Gresser 2014).
Dabei hat sich gezeigt, dass Revisionen der Wurzelfüllung oder die Extraktion des Zahnes die Messergebnisse signifikant beeinflussen können und mehr als 90 % der Patienten danach in den Normbereich zurückkehren.

Das Behandlungsziel darf sich also nicht ausschließlich an der Erhaltung eines Zahnes orientieren.
Die Entlastung des Organismus und die Reduzierung von Entzündungsreizen machen es notwendig, eine bevorstehende Wurzelbehandlung kritisch zu beurteilen.

Viele Menschen haben den unbedingten Wunsch, den „eigenen Zahn“ zu behalten, und sehen dies als beste Lösung an.
Das ist vollkommen verständlich, lässt aber die immunologische Komponente vollkommen außer Acht.
Denn sobald der Zahn nicht mehr vital ist und der Verwesungsprozess des inneren Weichgewebes eingesetzt hat, entstehen die o. g. Thioether und Mercaptane, wodurch der Zahn vom eigenen Immunsystem als „fremd“ markiert wird. Daher spricht man auch von „toten Zähnen“.

Eine Wurzelbehandlung stellt also immer nur eine Teilentlastung des Organismus dar. Zur Behandlung wird unter einem Mikroskop das Innere des Zahnes mit Feilen und desinfizierenden Spüllösungen gereinigt.
Wir beraten Sie gerne bezüglich vorhandener Wurzelfüllungen sowie akuter Entzündungen und führen für Sie die Blutuntersuchung zur Testung Ihrer individuellen Belastung durch.

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Zahnärztinnen am Rathausmarkt
Dr. med. dent. Birgit Vinkelau (Zahnarzt) & Judith Marie Müller (Zahnarzt)
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